Urlaubsfahrten mit Navi 2 – Streckenführung

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Hallo,

nachdem ich im vorherigen Artikel über meine Erfahrungen mit dem Navigationssystem auf Urlaubsfahrten erläutert hatte, möchte ich heute noch auf die die Stauliste mit den TMC Meldungen und die Optionen der Streckenführung eingehen.

Also die Liste der Verkehrsmeldungen kennt nicht jedes Navi. Die Funktion wird TMC genannt und ist, soweit ich informiert bin, nicht gebührenfrei. Man braucht keinen Vertrag, muss aber ein Navi mit dieser Funktion kaufen. Da sind dann die Gebühren schon mit drin.

Im Grunde ist diese Liste die gleiche, die man auch mit dem Handy bei Eins Live Stauschau findet. Es ist die Liste aller offiziell vorliegenden Verkehrsmeldungen. Sie ist chronologisch sortiert, aber zusätzlich nach Aktualität. Nicht mehr aktuelle Meldungen werden ausgegraut und sind nicht mehr relevant, verbleiben aber in der Liste.

Die nicht grauen Meldungen sind keinesfalls nach Wichtigkeit sortiert. Man muss bei jeder einzeln abwägen, ob sie etwas zu bedeuten hat. Es werden nicht nur die angezeigt, die auf der berechneten Strecke liegen. Man sollte sich also die Details ansehen um sie zu bewerten und diese Details kann man abrufen. Wie das geht hängt natürlich vom Modell ab, das muss jeder selber herausfinden.

Dann zu den Optionen der Streckenführung. Das mit der schnellsten Route kennt hoffentlich jeder. Wer die nicht einstellt, fährt über Landstraßen in den Urlaub.

Weiter kann man die Route ganz prima mit Zwischenzielen beeinflussen. Das kann man alles während der Fahrt machen, dann sollte man aber schon wissen, wo man eigentlich genau lang möchte. Wer dann erst überlegt und keine Karte zur Hand hat kommt nicht weit. Die reine Suche mit dem Navi ist zu unübersichtlich. Vielleicht geht das mit einem iPad, aber nicht mit einem Festeinbau oder einem Tomtom.

Die Option Streck ab hier für X Kilometer meiden ist die manuelle Wahl einer alternativen Route. Das kann man in dem Moment machen, wenn plötzlich ein Stau da ist und man sicher ist, ihn auch umfahren zu wollen. Das empfiehlt sich meist nur, wenn man zu den ersten gehört, die diese Entscheidung treffen.

Ansonsten bleibt wie erwähnt nur noch, diese dynamische Streckenführung auszuschalten. Ansonsten leitet einen das Navi gnadenlos um, es führt einen auf eine Landstraße, obwohl die Staumeldung schon eine Stunde lang existiert. Diese ist natürlich dann auch total voll und oft eine Falle, aus der man kaum wieder herauskommt. Einmal drin ist wenden oft schwer oder unmöglich, die Gegenrichtung kann dann auch noch verstopft sein. Das man da rein geleitet wird liegt einfach daran, dass für Landstraßen normalerweise keine Verkehrsmeldungen existieren.

Karl

Urlaubsfahrten mit Navi

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Hallo,

aus gegebenem Anlass möchte ich mal meine Erfahrungen über das Fahren mit Navi in den Skiurlaub kund tun. Wer glaub damit könnte man Stressfrei fahren irrt sich im Prinzip nicht, aber auf die Details kommt es an…

Also der Tipp Nummer eins ist, die dynamische Berechnung auszuschalten. Wer schon oft mit Navi gefahren ist weiß das. Irgendwo wird ein Stau angezeigt in dem man vielleicht zehn Minuten stehen würde und das Ding lotst einen von der Autobahn runter auf einen dreißig Minuten Umweg. Lustig das der Korrekturvorschlag für „navi“ tatsächlich „naiv“ lautet.

Selbstverständlich sollte man die Staumeldungen beachten. Sicher kann man sich auch eine alternative Route zeigen lassen. Man sollte aber beachten, dass diese alternativen Routen dann plötzlich von so vielen Leuten genutzt werden, dass sie keine Alternative mehr sind.

Grundsätzlich sollte man sich mit seinem Navi einfach gut auskennen. Man sollte alles über diese Liste der Staumeldungen wissen, um sie richtig interpretieren zu können. Da ist hauptsächlich der Beifahrer gefragt, der muss sich die Meldung genau ansehen. Bei jedem Stau kommt es auf die Länge und den Grund an. Bei einer Vollsperrung wegen Unfall ist die Länge egal, man nimmt die Umleitung. Bei zwei Kilometern wegen einer Baustelle die eine Spur blockiert fährt man in der Regel besser durch. Vielleicht gibt es eine Faustregel für die Zeit, die ein Kilometer Stau dauert.

Abgesehen davon ist auch bei statischer Führung die Anfangs berechnete Stecker genauer zu inspizieren. In unserem Fall wollte das Navi unbedingt über München anstatt über den Fernpass fahren. In diesem Fall stellte sich das als richtig heraus, war aber reines Glück. Normalerweise ist um München herum immer viel Stau und der Fernpass besser. In diesem Fall war aber überall Stau und der Fernpass total überlastet. Im weiteren Verlauf wollte das Navi dann über das Grödnerjoch fahren. Als uns das klar wurde sind wir umgedreht, hat uns nur zehn Minuten gekostet. Besser so, auf dem Grödnerjoch wird auf verschneiter Straße irgend so eine BMW Rallye ausgetragen. Beim Fahren im Skigebiet überquert man übrigens auch diese Passstraße. Von oben haben wir so einen Irren mit einem Q5 da langbrettern sehen, der hatte jede Menge spaß, aber das war am Tag, freiwillig, ohne kleines Kind an Bord usw. …

Also sollte man unbedingt die Streckenliste durchgehen, hier und da ein wenig zoomen, das Zielgebiet ansehen. Die Strecke kann man mit einigen Optionen beeinflussen und sollte sie keineswegs blind akzeptieren. Das Navi lenkt, aber der Mensch denkt. Und der denkende Mensch hat besser auch Kartenmaterial dabei und sein Handy Griffbereit, um im Internet nach Stauinfos zu suchen.

Im nächsten Artikel dann noch einige generelle Informationen über diese Stauliste mit den TMC Meldungen und die Optionen der Streckenführung.

Karl

Nachbereitung Ski und Snowboard

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Hallo,

nach dem der Skiurlaub nun zwei Wochen zurückliegt und die Erholung schon am ersten Tag auf der Arbeit verflogen war, hatte ich nun noch die Gelegenheit mein Board von den Schwiegereltern abholen zu können.

Die hatten das Teil freundlicherweise mitgenommen. Das hätten wir gar nicht mehr ins Auto bekommen, dazu braucht man diesen Skisack und diese kleine mittige Klappe in der hinteren Sitzbank, oder einen Dachgepäckträger. Ja oder natürlich einen Kombi, leider haben wir keins von den dreien.

Aber worauf ich eigentlich hinauswollte ist das Board. Nachdem ich es beim letzen Mal einfach in die Tasche gepackt und zwei Jahre liegen gelassen hatte, waren die Kanten hier und da etwas rostig. In diesem vorherigen Urlaub hatte ich mir ja auch noch zwei kleine Schrammen in den Belag gemacht und war schon etwas traurig, da das Board einmal neu war, und das es sich um eines der letzen Burton Race Boards handelte. Quasi ratlos habe ich es dann einfach eingepackt und mich nicht mehr drum gekümmert.

Dieses Mal hatte ich mich ja dann gleich mal über die Pflegemöglichkeiten informiert und die Kanten Schleifen lassen. Darüber hatte ich im vorherigen Artikel schon berichtet. Der Rost, der ohnehin nicht tief war, war natürlich weg. Die Macke ganz am Rand wurde durch das Schleifen auch gleich mit eingeebnet und die andere war nach dem Wachsen nicht mehr zu sehen.

Ich war also sehr begeistert und wollte es diese Mal besser machen. Kratzer waren keine neuen drin, also nichts Besonderes zu tun. Die Kanten sollten diesmal aber nicht rosten.

Dieses Wachs aus der Tube hatte ich ebenfalls im vorherigen Artikel schon erwähnt. Dieses habe ich für die Kanten benutzt und kann es sehr empfehlen. Das Board habe ich einfach eine Nacht trocknen lassen. Am nächsten Morgen habe ich die Kanten dann gewachst, das hat nicht mal fünf Minuten gedauert.

Der Erfolg ist Sichtbar, denn drei Wochen nach dem Urlaub hat sich noch immer kein Rost gebildet, das Wachs hat die Kanten versiegelt. Demnächst werde ich damit noch das ganze Board wachsen, aber das hat noch Zeit, der Belag rostet ja nicht.

Karl

Kantenschleifen

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Hallo,

in diesem Urlaub habe ich noch einige über Kantenschleifen gelernt. Früher hat man alle mögliche selber gemacht um Geld zu sparen. Vermutlich war all das auch damals einfach noch teurer. Vielleicht waren unsere Eltern aber auch einfach bekloppt und hätten lieber Profis ranlassen sollen.

Wachsen ist ja noch das harmloseste, mit dem Bügeleisen ist das in 15 Minuten geregelt. Zu heiß bügeln kann aber das Material beschädigen, also Vorsicht. Dann abziehen, was mit einem Schaber erledigt wird, der kein allzu professionelles Ergebnis hinterlässt, was auch nach dem polieren nicht viel besser aussieht.

Dann gab es für tiefere Schäden so Kunststoffstäbchen, die man anzünden konnte. Der heiße Kunststoff tropft dann in die Ritzen, die von Tiefschneefahren of dem Grand Canyon ähnelten. Toll wenn man die Macken in einem weißen Board dann mit schwarzem Kunststoff füllt. Was übersteht wird dann mit irgendeinem scharfen Gegenstand eingeebnet, der der umliegenden Oberfläche auch nicht so gut tat. Besser als vorher, aber wer mal gesehen hat wie das von Profis gemacht wird will dann wohl lieber selber die Finger davon lassen.

Dann gibt es noch so Kantenentgrater, womit man das Board so richtig schön malträtieren kann. Damit kann man mal sanft über gratige Kanten gehen, aber es ersetzt keinesfalls einen Schliff. Lohnt sich eigentlich kaum, außer man fährt 14 Tage in einem Steinigen Gebiet und will sein Teil in der Zeit nicht dreimal Schleifen lassen.

Im Grunde haben die mir da gesagt, dass Leihski bis zu dreimal in der Woche geschliffen werden. Der Ski hält dann nur eine Saison, aber die hat bald 5 Monate. Dann kann man also einen Ski gut 50 mal schleifen lassen. Wie viele Jahre will ich denn mit meinem Zeug fahren? Also da kann ich es doch ganz getrost vor jedem Urlaub schleifen lassen und muss mir da nicht ins Hemd machen.

Gleiches gilt für die gesamte Lauffläche, von der auch richtig was abgenommen werden kann. Anschließend wird eine Struktur hergestellt, so dass das Material wieder wie frisch vom Band aussieht und auch so fährt. Das ist im Kantenschleifen aber nicht inbegriffen und geht vielleicht auch nicht so oft. Es ist aber auch nicht immer erforderlich. Mein Board habe ich nun 14 Tage gefahren und es sieht aus wie neu. Kleinere Treffer ganz nah an der Kante werden ohnehin beim Kantenschleifen teils mit eingeebnet. Die ganze Fläche muss also nicht jedes Mal gemacht werden.

Diese Behandlungen ruinieren also kaum auf Dauer das Material. Der Spruch abends bringen morgens ausgehöhlt ist zwar lustig, trifft aber auf diese Pflege nicht zu. Gepflegtes Material erhöht die Sicherheit und den Fahrspaß auch bei schwierigen Verhältnissen. Also besser den Leuten geben, die das richtig gut können, als in stundenlanger Arbeit ein vergleichsweise lausiges Ergebnis zu erzielen.

Karl

Gel Pads Boot

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Hallo,

da ich mit einer Druckstelle am Schienbein jahrlang Probleme hatte freut es mich heute besonders eine wirklich super Lösung vorzustellen. Ich bin jetzt seit drei Jahren nicht mehr gefahren, dieses Mal bin ich bei der Vorbereitung darauf gestoßen, letztes Mal gab es das noch nicht.

Wer Raceboard fährt kennt möglicherweise das Problem, dass sich am Schienbein des hinteren Fußes eine Druckstelle bildet. Es kann sich eine Blase bilden, dann ist die Haut offen. Weiterer Druck und Reibung machen das fahren dann immer unangenehmer. Auch Skifahrer können damit Probleme bekommen. Andere Menschen haben vielleicht am Bein Narben einer Op, die ähnliche Schwierigkeiten machen.

Abgesehen von einem anderen Schuh kann man nun auch sogenannte Gelpads probieren. Es handelt sich dabei um ein handgroßes Stück eines weichen und viskosen Kunststoffs. Die Pads gibt es in unterschiedlichen Dicken, die von mir getesteten BootDoc Pads sind 4 mm dick. Der Kunststoff ist  dabei Gelartig, jedoch recht fest. So fest, dass er zu meinem erstaunen nach mehreren Tagen keinerlei Ausdünnung zeigte. Also das sogenannte Gel fließt bei Dauerbelastung nicht etwa einfach zur Seite. Ich denke die Bezeichnung Gel ist hier etwas irreführend, es handelt sich um eine zähflüssige, sondern um eine feste Substanz. Da läuft auch nichts aus oder quillt an der Seite hervor, so dass man es dann in der umliegenden Kleidung hat.

Auf jeden Fall ist das Material sehr hautsympathisch. Es ist nicht wirklich feucht, aber irgendwie auch nicht trocken wie sonstiges Plastik. Man legt es direkt auf die Haut auf, dann den Socken drüber. Die Vorderseite des Pads ist mit einem Nylonstoff bedeckt, so klebt es nicht am Socken. Dieses Ding verhindert wirklich jegliche Reibung, da es einfach total glatt ist und zusätzlich super auf der Haut aufliegt, so dass es nicht rutscht. Nach Benutzung abspülen und eine Plastikfolie drüber, fertig.

Nach vier tagen Fahren zeigte das Pad keinerlei Ermüdungserscheinungen und ich hatte null Probleme mit der Stelle, die mich sonst immer übel geplagt hatte.

Da es offenbar schon mehrere Anbieter gibt, die durchaus unterschiedliche Produkte herstellen noch etwas zur Dicke. Grundsätzlich gilt je dicker je besser. Ein Stück weit soll das Pad durch seine Beschaffenheit den Druck eines bestimmten Punktes auf eine größere Fläche verteilen. Da das Material weich und nicht hart und formstabil ist, geht das nur mit einer bestimmten Dicke. Darüber hinaus soll aber auch Reibung auf der haut vermieden werden. Es sollte das Problem also genauer untersucht werden, bevor man sich für ein dickes oder dünnes Pad entscheidet. Dicke Pads können möglicherweise ein Problem auch noch verstärken, wenn man damit dann kaum noch in den Schuh kommt.

In meinem Fall war an der entscheidenden Stelle genug Platz und so beschert mir das recht dicke BootDoc Pad jetzt Urlaube völlig ohne Schmerz.

Karl

Alta Badia Mittagtal

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Hallo,

über eine ganz besondere Piste in diesem Gebiet will ich noch berichten, das Mittagstal. Selbst fahren konnte ich sie leider nicht, ich war zur falschen Zeit dort. Bei günstigen Bedingungen hätte ich das aber sofort gemacht. Wer auf so was steht sollte also auf die Jahreszeit achten, damit dort genug Schnee liegt.

Das Mittagstal ist eine Skiroute, die durch eine elend lange Schlucht des Sella Massivs quasi von der Spitze bis runter nach Colfosco führt. Die Abfahrt und die Schlucht habe ich viele Male von unten gesehen, aus den verschiedensten Perspektiven. Sie ist wirklich beeindruckend und besonders das letzte Stück kann man als halsbrecherisch bezeichnen.

Es ist eine sehr schmale Rinne mit einem Gefälle von teils deutlich mehr als 45 Grad. Dort ist natürlich nur Tiefschnee, aber auch eben nur zur richtigen Jahreszeit. Man sagte mir ab Ende Februar kommen die größeren Schneefälle und die braucht man dafür. Bei unserer Ankunft Mitte Februar hatte es zwei Tage geschneit, nicht extrem, aber immerhin. Trotzdem lag im unteren Teil so wenig Schnee, dass man sich garantiert die Ausrüstung ganz gut ruiniert hätte. Das hat einige wenige Spinner natürlich nicht abgehalten, aber es war offensichtlich, das die das Fahren über blanken Stein in Kauf genommen haben.

Für diese Abfahrt würde ich mir vielleicht sogar einen Helm leihen und das will was heißen. In dieser schmalen und sehr steilen Rinne befinden sich nämlich zahlreiche deutlich sichtbare Steine aller möglichen Größen. Das konnte man aus drei- bis vierhundert Meter Entfernung deutlich sehen. Wenn dort wenig Schnee liegt hat man kaum Platz für Manöver und wird hier und da Kontakt mit den Steinen nicht vermeiden können. Davon kann ich nur abraten, das scheint mir wirklich eher was für diese Freaks aus Snowboardvideos. Wenn da noch ein Meter Schnee drüber wäre sieht das sicher ganz anders aus und dann wäre es ganz sicher ein geiler Ritt.

Nun, da ich schon ausgiebig über die lange Anfahrt berichtet habe, will ich hier noch mal drauf hinweisen. Wer sich den Stress macht, sollte wenigstens das Sahnehäubchen mitnehmen. Zwar ist die Worldcup Abfahrt in Alta Badia auch ganz nett, aber es ist einfach nur eine ziemlich steile Waldabfahrt, die ich jetzt nicht unbedingt als ein Highlight bezeichnen würde. Natürlich bin ich sie gefahren und sie hat die Farbe Schwarz echt verdient. Das angenehme war, dass sie aus gutem Grund recht leer war.

Karl

Alta Badia Test Skigebiet 2

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Hallo,

in diesem Anschlussartikel nun die Details zum Skigebiet Alta Badia. Das Skigebiet ist insgesamt unglaublich riesig. Es ist ein Zusammenschluss einer Menge Skigebiete rund um das sogenannte Sella Massiv. Man kann also tagelang immer neue Pisten fahren, das ist schon nett. Allerdings ist der Preis, dass man ständig auf Transferabfahrten unterwegs ist. Man muss dabei auch immer ganz bestimmte Lifte nehmen, um seine Route fortsetzen zu können. Die Transferpisten sind oft kurz und uninteressant zu fahren. Beeilen muss man sich auch, da man seine Runde um 16 Uhr beendet haben muss. Verkalkuliert man sich, steht man in Pusemuckel und muss ein Taxi nach Hause nehmen. Das kann sehr teuer werden, da dieses durch diverse Täler rund um dieses Massiv fahren muss, also aufgepasst.

Dadurch dass alles sehr verteilt ist, fährt man auch leider sehr oft mit Gondeln. Aus sicht des Ortes in den man fährt ist das natürlich die Talstation. Man selber ist aber nur auf der Durchfahrt und somit schnallt man mitten im Skigebiet ab. Das finde ich nicht sehr gelungen und ist halt auch der Preis dieses Zusammenschlusses der Skigebiete. Anderswo fährt man einmal hoch und dort sind nur noch Sessellifte, das hat man hier nicht.

Bei den Liftanlagen muss ich auch Abstriche machen. Nicht das die alt wären oder das ich mich unsicher gefühlt hätte, absolut nicht. Allerdings gibt es viele Sessel, die zwar ein Förderband haben, die aber nicht auf das Seil aufgehängt werden. Diese Anlagen bei denen aufgehängt wird erlauben eine sehr viel höhere Seilgeschwindigkeit und davon habe ich keine einzige gesehen. Auch bei den Förderbändern habe ich Sachen erlebt, die einfach nicht gelungen waren. Ein Förderband aus Gummi ist einfach Schrott, das stoppt einen total und ich hätte fast einen Satz nach vorn gemacht. Aber nicht alle sind aus Gummi, mal so mal so. Auf einem anderen Förderband habe ich mich auf den Arsch gesetzt, weil es unheimlich glatt war.

Die Pistenpflege ist auch nicht so ausgeprägt wie ich es aus Österreich kenne. Es wird zwar Pflege gemacht, aber nach Neuschnee waren die Pisten zwei Tage lang butterweich. Das fährt sich dann eher wie Tiefschnee, man kann die Kante dann nicht voll belasten, da sie dann wegrutscht. Wenn wirklich ehrgeizig präpariert wird kann man schon am nächsten Tag wieder fahren wie ein Wahnsinniger.

Also ich denke das sind die für Italien und Frankreich typischen Eigenschaften, von denen mir schon oft berichtet wurde und die ich auch selber schon in Frankreich erlebt habe. Wer damit leben kann oder das sogar mag findet ein riesiges und in wunderschöner Natur gelegenes Skigebiet. Einen weiteren Anschlussartikel über eine ganz besondere Piste wird es noch geben. Jedes Gebiet hat seine Königsabfahrt und diese hier hat es wirklich in sich…

Karl

Alta Badia Test Skigebiet

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Hallo,

Skigebiete gibt es viele und genauso individuelle Vorlieben. Viele Leute fahren fast ihr ganzes Leben lang in das gleiche Skigebiet und gehören zu den Stammgästen. Das finde ich auch gut, es beugt unangenehmen Überraschungen vor. Da aber meine Frau nun auch aus einer Skifahrerfamilie kommt habe ich nun automatisch zwei Stammgebiete.

Normalerweise fahre ich nach Ischgl. Klar, böse Zungen könnten behaupten, dass ich da nur wegen des Apres Ski hinfahre. Das Argument ist auch sicher nicht ganz von der Hand zu weisen, direkt von der Talabfahrt in die Kneipe hat auf jeden Fall was. Man muss ja nicht schon mittags den Einkehrschwung machen und dann da bis 22 Uhr bleiben. Abgesehen davon fahre ich da schon hin seit ich 10 bin, ich glaube da gab’s noch gar kein Apres Ski. Also über Apres Ski kann man sagen was man will, das Skigebiet ist auf jeden Fall top. Mein neues Stammgebiet werde darum mit diesem vergleichen. Das neue Stammgebiet ist nun Alta Badia in Italien. Im Folgenden werde ich über die Anfahrt, den Ort und das Skigebiet berichten.

Die Anfahrt ist nun nicht komplizierter als die Anfahrt nach Ischgl, länger ist sie aber doch. Während unserer Anfahrt kam es wegen gleichzeitigen Ferien in Bayern zu einem absoluten Horror Stau. Die Streck ist dabei noch etwa 4 Stunden länger als die nach Ischgl. Das würde ich mir gut überlegen, 8 Stunden Fahrt sind schon kein Spaß, 12 sind wirklich hart. Mit dem Stau waren es 16 Stunden, die allerdings auf zwei Tage verteilt waren, da wir einen Zwischenstopp gemacht haben. Wenn man sich das aber mal überlegt ist es totaler Wahnsinn, zwei Tage je acht Stunden zu fahren, wenn man es auch in einmal acht Stunden nach Österreich schafft.

Einmal angekommen in Colfosco war es dann aber sehr schön. Ich denke die meisten dieser eher kleine Orte in diesem Gebiet liegen quasi direkt an der Piste. Das war auch damals in Arraba so, was im weiteren Sinne zu diesem Skigebiet gehört, das Gebiet von Arraba kann man per Lift erreichen. Man konnte als direkt hinterm Haus anschnallen und los ging es. Wer das liebt findet das in dieser Gegend sehr oft. Speziell in Colfosco ist der Ort aber nicht mitten im Skigebiet, sondern am Fuß. Man schnallt zwar hinterm Haus an, fährt aber nur etwa 300 Meter bis zum nächsten Lift, weiter runter geht es hier nicht.

Was die Umgebung anbelangt muss ich persönlich sagen, die Dolomiten sind schöner als die Alpen. Das mag Geschmackssache sein, aber die Felsformationen finde ich einfach Imposanter. Sie sind wesentlich schroffer und zerklüfteter, was sich allerdings auch beim fahren bemerkbar macht. Nicht das jetzt alles voller Stein wäre, aber größere Bereiche sind einfach offensichtlich zu felsig, so dass sie gar nicht befahrbar sind. Da bleibt einfach kein Schnee liegen und da gibt es und wird es auch nie eine Piste geben. Vielleicht ist das auch gut, in der Gegend gibt es Edelweiß und Steinadler, vielleicht deswegen…

Also das war’s für heute, im nächsten Artikel dann die Details über das Skigebiet selber, Lifte, Abfahrten und so weiter.

Karl

Wagen für den Winterurlaub vorbereiten – Scheibenwischer Aerotwin

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Hallo,

hier der letzte Tipp zur Vorbereitung des Wagens für den Winterurlaub. Im Grunde ist er immer gültig, da schlechte Wischerblätter auch im Sommer nicht gut wischen.

Nun, da ich kurz vor dem Urlaub noch mal hier im Regen unterwegs war und mir erneut auffiel, dass das Wischergebnis irgendwie nicht mehr so überzeugend war, habe ich mir neue Wischer gekauft. Bosch Aerotwins vorne und hinten für 21,75 EUR inklusive Versand.

Die Montage ist wirklich denkbar einfach, dazu ist auch eine kleine Anleitung dabei, die sofort Verständlich war. Der Austausch aller Wischer ist in 10 Minuten erledigt. Dazu beim A3 die Zündung ein- und dann sofort wieder ausschalten. Die Wischer fahren in die Wartungsstellung, etwa 45 Grad schräg. Dann kann man sie hochklappen, die alten raus, die neuen rein. Geht ohne Werkzeug mittels eines Klemmmechanismus.

Zum Zustand der Alten Blätter kann ich sagen, dass man den Unterschied gleich spüren konnte. Die alten Blätter waren einfach vergleichsweise hart, die neuen dagegen weich und flexibel.

Das Ergebnis war absolut überzeugend. Während vorher die Regentropfen zwar auch weg waren, jedoch ein Film zurückblieb, der während der Fahrt in 2 bis 3 Sekunden verflog, so war die Scheibe nun sofort klar. Die alten Blätter waren einfach verhärtet und konnten so das Wasser nicht mehr richtig gut von der Scheibe abtragen, sondern hinterließen diesen Film. Den Spoiler Effekt, der die Wischer auch bei hohen Geschwindigkeiten an die Scheibe drücken soll, kann ich bestätigen. Auch bei 180 war die Leistung der Wischer noch Top.

Die 20 Euro haben sich also gelohnt und nach sechs Jahren waren wohl einfach mal neue Wischer fällig. Da sie bereits durch waren denke ich, dass man nach vier Jahren schon mal langsam über neue Wischer nachdenken kann, wenn man gerne gute Sicht hat.

Interessante Parallele zu den Reifen, die ja bekanntlich auch aus Gummi sind. Darüber hatte ich in anderen Artikeln schon ausführlich geschrieben, auch Reifen altern. Sie derart zu testen wie Scheibenwischer führt eventuell zu einem Ausflug in den Graben, also besser weg damit bevor sie nichts mehr taugen.

Karl

Wagen für den Winterurlaub vorbereiten – Flüssigkeiten

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Hallo,

hier nun der Klassiker, der für eine garantiert unentspannte Fahrt sorgt. Schon auf der Hinfahrt ist es durchaus möglich, dass einem das Wischwasser einfriert, wenn man keinen Frostschutz drin hat. Da helfen auch die beheizten Düsen nicht, falls man die denn überhaupt hat. Beheizte Düsen sind im Endeffekt Quark, da einem ganz leicht der ganze Schlauch und Wischwassertank einfrieren kann, was sollen da beheizte Düsen?

Ich spreche da wirklich aus Erfahrung, da ich mal mit einem Freund gefahren bin, der nichts am Wischwasser gemacht hat. Mitten auf der Autobahn in Bayern war nichts mehr mit Scheibenwischen, obwohl die Straße feucht war. Wir haben das Wischwasser dann aus einer Kanne an der Tankstelle aufgefüllt. Das war definitiv mit Frostschutz versehen, da es bei Minusgraden noch flüssig war. Die Düsenheizung haben wir auch angeschaltet, mussten dann trotzdem fast eine Stunde mit ziemlich schlechter Sicht fahren, bis endlich Wasser auf die Scheibe kam.

Also brauch man Frostschutz bis -20 Grad, mehr hat man wohl auch in Österreich kaum zu erwarten, jedenfalls nicht im Tal und hoffentlich nicht am Tag der Abfahrt. Aufpassen falls noch etwas im Tank ist, man weiß oft nicht wie viel genau. Füllt man dann einfach auf kann man am Ende nicht sagen, wie das Mischungsverhältnis ist. Am einfachsten ist es, wenn man den Tank mit den vorderen Düsen ganz leer macht und dann neu füllt.

Wer clever ist macht das nur einmal so und misst dann währen des Füllens wenigstens mal, bei welchem Stand die Warnanzeige angeht. So muss man beim nächsten Mal nicht den ganzen Tank leer machen, wenn man die vorher eingefüllte Konzentration kennt. Nach dem Urlaub kann man auf die gleiche Weise mit Wasser auffüllen, um so wieder an eine geringere Konzentration zu kommen.

Beim Kühlwasser des Motors muss man vermutlich nichts unternehmen. Einzig man hatte mal einen Kühlwasserverlust, der schlicht mit Wasser ausgeglichen wurde. Wer aber dann nicht zur Werkstatt gefahren ist, sonder einfach weiter fuhr ist eigentlich nicht zu retten. Friert einem der Motor im Winter einmal ein kann er hinüber sein. Füllt man einfach Wasser dort ein um einen großen Verlust auszugleichen, kann einem das sogar in Deutschland passieren.

Über den Kühlwasser Frostschutz G12+ hatte ich auch bereits zwei Artikel geschrieben, in denen noch mal alles ganz genau erklärt wird. Wer darüber noch mehr Infos braucht schaut am besten dort noch mal nach.

Karl

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